Internationales Projekt in Indien

SI Ulm-Donaustadt unterstützt die Bildung von Mädchen in Indien

Seit mehreren Jahren -  
Förderung des Jahresgehaltes einer Lehrerin in Nelavoy/Indien

Selbstbestimmt leben ist für uns Soroptimistinnen durch unsere (Aus-)bildung und Erziehung selbstverständlich. Es gibt jedoch Menschen, die aufgrund von Armut nicht in der Lage sind, frei entscheiden zu können. Dazu gehören auch Heranwachsende in Indien, denen dort keine ausreichenden Bildungschancen gewährt werden. Deswegen fördert Soroptimist International Club Ulm-Donaustadt die Privatschule des Vereins Education and Health Support for Indian Youth in Nelavoy. Wir sehen das Zahlen des Jahresgehalts einer Lehrerin als besonders nachhaltige Form der Unterstützung an. Denn wir ermöglichen einer Frau in einem anderen Kulturkreis eine qualifizierte Berufstätigkeit und fördern gleichzeitig Kinder beim Erwerb von Bildung als Grundlage für eine selbstbestimmte Zukunft.

Das indische staatliche Bildungswesen bzw. Schulsystem vermittelt in Indien keine echten Qualifikationen. Schulabgänger können meistens nicht lesen, schreiben, rechnen und englisch sprechen. Für die wenigen Reichen gibt es teure Privatschulen, welche Zugänge zur Universität vermitteln. Was neben den ökonomischen Ungerechtigkeiten auch noch die Einsicht auf notwendige Bildung für alle erschwert, ist das Kastendenken, das in der indischen Gesellschaft noch stark in den Köpfen verankert ist, dazu leider die noch fehlende Einsicht, dass Mädchen das gleiche Recht auf Schulbildung haben wie Jungen. Das Anliegen der Schule (der Gründerin Grace Kuhn) ist es, hier einen Aufbruch zu unternehmen. Frau Kuhn ist in dieser Region durch ihre erfolgreichen Projekte schon lange anerkannt. Sie wird als Autorität angesehen und ist erfolgreich, weil sie die Menschen als Inderin überzeugt und ihnen durch ihre europäische Ausbildung und ihre europäischen Wertvorstellungen täglich ein Beispiel für Gleichberechtigung sowie für nachhaltiges Wirtschaften gibt. Frau Kuhn leistet viel Überzeugungsarbeit für Mädchenbildung bei den Eltern, sie hat bewusst Lehrerinnen mit unterschiedlicher Kasten- und Religionszugehörigkeit eingestellt und fördert deren Zusammenarbeit.


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