Es gibt immer wieder Projekte, die zu den Zielsetzungen von Soroptimist International passen und die wir mit einer "Projektförderung" als Anschub und zur Etablierung über einen gewissen Zeitraum  oder mit einer Spende einmalig unterstützen. Die von uns unterstützten Projekte haben stets die Förderung von Mädchen und Frauen im Focus.

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Förderfonds Soroptimist Ulm-Donaustadt e.V., 
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Unsere Projekte

Unterstützung für Frauen und Kinder im AWO Frauenhaus Neu-Ulm

Schwimmkurs für Frauen

Frauen lernen Schwimmen

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Unser Engagement setzt da an, wo sich die Lebenswelt der Betroffenen verbessern und die Selbstwirksamkeit stärken lässt. Ein erklecklicher Teil der Frauen und Kinder, die im Frauenhaus Schutz und Hilfe suchen, haben in ihrem Leben bis dato keine Möglichkeit gehabt schwimmen zu lernen. Sich im Wasser sicher bewegen zu können, ist in erster Linie eine lebensnotwendige Fähigkeit, gibt aber auch jedem Kind und jeder Frau Selbstbewusstsein und macht schlicht einfach auch Freude. Deshalb finanzieren wir regelmäßig Schwimmkurse, die dazugehörige Badekleidung, falls nötig, Eintritt ins Schwimmbad und Fahrkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Schwimm- oder Hallenbad. 

Das AWO Frauenhaus Neu-Ulm trägt mit seinem Engagement dazu bei, in dem es die durchaus komplizierte Organisation der Fahrten zu dem einzigen Schwimmbad mit einem Kurs nur für Frauen möglich macht und die teilnehmenden Frauen und Kinder durch eine Mitarbeiterin begleitet. 

Im Ersten Block haben 4 Frauen teilgenommen. Alle Teilnehmerinnen waren ab dem ersten Termin sehr motiviert und waren von dem Kurs und der Lehrerin sehr begeistert. Sie machten bei jedem einzelnen Schwimmkurs deutliche Fortschritte. Drei der Frauen konnten bis zum Ende des Kurses schon eine kurze Strecke im Nichtschwimmerbecken selbständig schwimmen. Für ein sicheres Schwimmen wäre ein weiterer Kurs sicher sinnvoll. Die Frauen haben sich fest vorgenommen von nun an zur Frauenschwimmzeit im Neu-Ulmer Hallenbad zu gehen, um dort weiter zu trainieren. Nach jeder Unterrichtseinheit kamen die Frauen sehr positiv und gut gelaunt wieder aus dem Schwimmbad. Auch die Möglichkeit mit anderen Frauen in Kontakt zu kommen, haben die Frauen des Frauenhauses offensichtlich gerne genutzt. 

Durch die positiven Erfahrungen wäre es für uns durchaus vorstellbar dieses Angebot erneut zu machen, wenn im Frauenhaus neue Bewohnerinnen eingezogen sind die Bedarf haben.

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Kinder Schwimmkurs – Frauenhaus Part II

Haljia, 5 Jahre alt lernt schwimmen!

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Das 5jährige Mädchen Haljia ist seit Mitte September im Schwimmkurs der Schwimmschule „Peti“ im Donaubad. Mutter und Kind leben seit ein paar Wochen zu ihrem Schutz im Frauenhaus Neu-Ulm und stammen ursprünglich aus Pakistan, beide können bisher nicht schwimmen, aber die Mutter wünscht sich sehr, dass ihre Tochter schwimmen lernt und Haljia freut sich wahnsinnig auf den Schwimmkurs. Das Kind lernt mit Begeisterung Schwimmen, ist aber nach dem ersten Kurs noch sehr unsicher. Ein passender Anschlusskurs konnte leider nicht gefunden werden. Ergebnis: 

Das Mädchen hat heute leider wieder Angst vor dem Wasser. Blöd!. 

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Internationales Projekt in Indien

Soroptimist International Club Ulm-Donaustadt fördert die Schule in Nelavoy/Indien und übernimmt das Jahresgehalt für eine Lehrerin

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Selbstbestimmt leben ist für uns Soroptimistinnen durch unsere (Aus-)bildung und Erziehung selbstverständlich. Es gibt jedoch Menschen, die aufgrund von Armut nicht in der Lage sind, frei entscheiden zu können. Dazu gehören auch Heranwachsende in Indien, denen dort keine ausreichenden Bildungschancen gewährt werden. Deswegen fördert Soroptimist International Club Ulm-Donaustadt die Privatschule des Vereins Education and Health Support for Indian Youth in Nelavoy. Wir sehen das Zahlen des Jahresgehalts einer Lehrerin als besonders nachhaltige Form der Unterstützung an. Denn wir ermöglichen einer Frau in einem anderen Kulturkreis eine qualifizierte Berufstätigkeit und fördern gleichzeitig Kinder beim Erwerb von Bildung als Grundlage für eine selbstbestimmte Zukunft.

Das indische staatliche Bildungswesen bzw. Schulsystem vermittelt in Indien keine echten Qualifikationen. Schulabgänger können meistens nicht lesen, schreiben, rechnen und englisch sprechen. Für die wenigen Reichen gibt es teure Privatschulen, welche Zugänge zur Universität vermitteln. Was neben den ökonomischen Ungerechtigkeiten auch noch die Einsicht auf notwendige Bildung für alle erschwert, ist das Kastendenken, das in der indischen Gesellschaft noch stark in den Köpfen verankert ist, dazu leider die noch fehlende Einsicht, dass Mädchen das gleiche Recht auf Schulbildung haben wie Jungen. Das Anliegen der Schule (der Gründerin Grace Kuhn) ist es, hier einen Aufbruch zu unternehmen. Frau Kuhn ist in dieser Region durch ihre erfolgreichen Projekte schon lange anerkannt. Sie wird als Autorität angesehen und ist erfolgreich, weil sie die Menschen als Inderin überzeugt und ihnen durch ihre europäische Ausbildung und ihre europäischen Wertvorstellungen täglich ein Beispiel für Gleichberechtigung sowie für nachhaltiges Wirtschaften gibt. Frau Kuhn leistet viel Überzeugungsarbeit für Mädchenbildung bei den Eltern, sie hat bewusst Lehrerinnen mit unterschiedlicher Kasten- und Religionszugehörigkeit eingestellt und fördert deren Zusammenarbeit.

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Bilder zu Indischem Projekt

Internationales Projekt Ruanda - Bücherkiste für École San Marco in Kigali

Wege zu einer Literatur für Kinder und Jugendliche in Ruanda - Klassenzimmerbibliotheken für die Ecole San Marco, Kigali/Ruanda 

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Literatur für Kinder ist unverzichtbar! Mit oder ohne Illustration, mit oder ohne Text: sie erschafft eine eigene Welt – in die Realität oder in den Fantasieraum hinein. Bücher weiten den Blick, sie vermitteln Sprachen und bringen Menschen zusammen - Familien, die gemeinsam ein Buch betrachten, Kinder, die sich über ihre Lieblingsgeschichten austauschen.

Jede Gesellschaft braucht ihre eigene Literatur. In einer Zeit der globalisierten Kommunikation, der weltweiten Verbreitung und Uniformierung von Geschichten und der sich rasch verändernden Familienstrukturen muss Identität gefunden werden, um kreative Vielfalt zu erhalten.

Ruanda hat eine Kultur der mündlichen Überlieferung. Verschriftlichung von Geschichte und Geschichten liegt nicht in der Tradition des Landes. Es gibt keine Lesekultur und daher auch keine Form, den reichen Schatz Ruandas an Märchen, Mythen und Erzählungen dauerhaft zu bewahren. Ohne eine eigenständige Literatur wird mit jedem Tag jahrhundertealtes Wissen vergessen, geht Ruanda und der Welt ein Stück Vielfalt und Kultur verloren.

Unser Kooperationspartner vor Ort ist die Ecole San Marco. Sie ist eine Privatschule im Osten von Kigali mit 8 Klassenstufen und einer Vorschulstufe. Die Schule ist zwei- bis dreizügig mit insgesamt ungefähr 600 Schüler*innen. San Marco ist eine Ganztagsschule und wurde vor mehr als 30 Jahren mit Mitteln der Clubs Soroptimist International und anderer Serviceclubs gegründet und wird bis heute wesentlich vom Soroptimist Club Kigali getragen. Die Schulleitung und das Kollegium der Ecole San Marco ist für diese Erweiterung des Curriculums offen und neugierig, Methoden und Zugänge zu den neuen Inhalten zu finden.

An dieser Stelle setzt uns Projekt ein.

In ausgewählten Klassen wird eine kleine „Bibliothek“ eingerichtet mit so vielen verschiedenen Büchern, wie es Kinder in der Klasse gibt. Nach einer Einführung in den Gebrauch und die Pflege der Bücher, dürfen die Kinder jeweils ein Buch mit nach Hause nehmen und alleine, mit den Geschwistern oder der ganzen Familie, lesen. Die Bücher werden zurückgegeben und gegen ein neues Buch getauscht – so kann nach und nach jedes Kind 25 bis 30 Bücher lesen, betrachten und erleben.

Unsere These: Literatur für Kinder ist unverzichtbar und dient der Wissensvermittlung, der kulturellen Identität und der sozialen Interaktion.
Unser Ziel: Kindern und Jugendlichen den Zugsang zu allgemeiner Literatur zu ermöglichen, sowie die Kultur des Lesens zu fördern.

Siehe auch: https://www.soroptimistinternational.org/soroptimists-educating-and-empowering-rwandan-women-and-children/

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Kleine Schulbibliothek im Klassenzimmer der École San Marco Kigali/Ruanda

UPDATE! zu dem Projekt "Into Books " Bücherkiste für die École San Marco in Kigali

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nach zweieinhalb Jahren intensiver Vorbereitung konnte das Projekt Into Books an der École San Marco in Kigali endlich starten. Im April 2025 fanden 500 Bücher – sorgfältig verpackt, katalogisiert und nach Altersstufen vorsortiert – ihren Weg nach Kigali. Jede Klasse der Schule – vom Vorschulalter bis zur Abschlussstufe – erhielt eine eigene Klassenzimmerbibliothek. Dank der Unterstützung von SI Ludwigshafen und SI Ulm-Donaustadt sowie dem SI Club Kigali, ebenso wie der KiTZ Theaterkumpanei Ludwigshafen und des Partnerschaftsbüros Rheinland-Pfalz/Ruanda, dürfen sich die Kinder der École San Marco nun in jedem Schuljahr auf neue, spannend erzählte und fantastisch illustrierte Geschichten freuen. Den Tag der Einweihung der Klassenzimmerbibliotheken galt es mit Sorgfalt vorzubereiten. Bereits am Vorabend richteten wir die Bibliotheken ein und deckten sie mit Schutzhüllen ab, um sie vor neugierigen Kinderblicken bis zum großen Moment zu verbergen. Am Tag der Eröffnung hieß es zunächst: erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Die Schüler:innen füllten einen kurzen Fragebogen zu ihrem Leseverhalten aus – erst danach startete die gemeinsame Entdeckungsreise durch die neuen Klassenzimmerbibliotheken.

Jedes Kind durfte sich ein Buch aussuchen, und gemeinsam übten wir die achtsame Behandlung: das behutsame Umblättern der Seiten, das Verstauen in die eigens dafür gefertigte Büchertasche. Denn ein Ausleihsystem steht und fällt mit einer funktionierenden Logistik – und mit einem verantwortungsvollen Umgang mit den Büchern. Die Freude war groß, als die Kinder erfuhren, dass sie die Bücher immer übers Wochenende mit nach Hause nehmen dürfen. Aber: Jede und jeder ist für sein Buch verantwortlich. Eine besonders schöne Idee des Schuldirektors Réné Deo war es, zwei Bücherregale im Schulgebäude so aufzustellen, dass Familien aus der Nachbarschaft auch während der Ferienzeit Zugang zu den Büchern haben.

Die École San Marco ist nun die erste Schule in Ruanda, die – nach der Aufnahme des Fachs Kunst ins nationale Curriculum - über Klassenzimmerbibliotheken verfügt. Es ist ein Pilotprojekt und weitere sollen folgen. Die Wertschätzung und Begeisterung für Into Books waren an diesem Tag in allen Begegnungen spürbar: bei der Schulleitung, bei den Lehrkräften, bei den Kindern, der Elternvertretung und beim SI Club Kigali.

Die Theaterschaffenden von der Theaterkumpanei Ludwigshafen möchten dieses Projekt, in dem Kinder, Lehrpersonen und Künstler:innen Ruandas gemeinsam wirken, so lange wie möglich begleiten. Denn alle Beteiligten betreten hier Neuland: in dem Wunsch, Kinder in ihrer Fantasie zu stärken und durch ausgewählte Geschichten ihr kritisches Denken und ihre Empathie zu fördern. Für ein Land wie Ruanda ist dieses zivilgesellschaftliche Engagement aller Beteiligten ungeheuer wichtig und absolut keine Selbstverständlichkeit.

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Bilder aus Kigali

Schüler der École San Marco

Kunst für Frauen

Kunst für Frauen

in Kooperation mit dem Museum Ulm - Kunst in die Stadt bringen

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Im Rahmen des bestehenden Projektes "Kunst in die Stadt bringen" des Museum Ulm, werden mit unserer Unterstützung Institutionen besucht  mit einem interessanten historischen Vortrag im Gepäck. Frau Dr. Marianne Erath vom Museum Ulm referiert dabei anschaulich über Themen wie

  • Der Nase nach - historische Veranschaulichung von Gegenständen die Geruch oder riechende Dinge darstellen: Parfumkugel, Bilder von duftenden Gärten... Aber auch Düfte selbst dürfen erlebt werden.
  • Archäologie in Ulm - wer lebte in vorgeschichtlicher Zeit auf Ulmer Gebiet, wie sah es im Mittelalter in einer Ulmer Stube aus? Wie wurde geheizt, wie wurde gekocht, wie wurde gespielt?   Hierzu präsentiert die Historikerin mitgebrachte Gegestände, die von Ausgrabungen in Ulm und Umgebung stammen.
  • Die Ulmer Schule: So nennt man die Gruppe von Künstlern, die während der Spätgotik und Frührenaissance,  in Ulm und Umgebung wirkten. Zur Veranschaulichung werden Werkzeuge, Holzsorten und Farben mitgebracht.
  • Zünfte und Ulmer Stadtgeschichte: Zu diesem Thema steht die Geschichte des Schneiders von Ulm im Mittelpunkt. Anhand von Gemälden, Stoffen und anderen Accessoires werden gezeigt.
  • Der Löwenmensch: Die 40.000 Jahre alte Tiermensch Schnitzerei aus Mammutelfenbein wurde in der Nähe von Ulm gefunden und ist das älteste bekannte Kunstwerk der Welt. Hierüber lohnt es sich immer zu referieren.
  • Der Wengenalter und die Bildersprache des Mittelalters: Früher konnten die wenigsten Menschen lesen, weshalb der Bildersprache eine ganz besondere Bedeutung zukam. Hierüber spricht die Referentin und zeigt mit ihren Mitbringseln Symbole und Bilder die insbesondere am Wengenalter zum Ausdruck kommen.

Das Interesse an diesen Veranstaltungen ist groß, die Menschen in den stationären Einrichtungen, die besucht werden, erleben bei diesem Projekt einen ganz besonderen Nachmittag, der als kleiner Event ihr Leben bereichert.


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